Einfach mal loslegen.
Einfach mal dem Herzen folgen.
Genau das tun, was einen glücklich macht.
Und plötzlich macht man auch alle um sich herum glücklich.

Genau das tun NERVLING seit 2010.

Was als Cover-Duo in Irish Pubs auf der Reeperbahn begann, entwickelte sich für die Sylter Sängerin Moira Serflingund den Kieler Gitarristen Tom Baetzel schnell zu einem eigenen musikalischen Kosmos. Schon nach wenigen Monaten entstehen die ersten eigenen Songs und 2011 erscheint ihr Debütalbum Attentiondeficitdisorder.

Produziert wird, wie fast alles bei NERVLING, im eigenen Studio. Weitere Bandmitglieder? Brauchen sie nicht unbedingt. Tischplatten werden zu Bassdrums, Reißverschlüsse zu Percussion-Instrumenten, Putzmitteldosen zu Shakern und der Gitarrenkorpus zur Snare.
HiHat? „Haben wir gerade nicht, machen wir mit dem Mund.“

Der daraus entstandene Sound ist eigenständig, verspielt und voller Persönlichkeit – ohne dabei das Gespür für eingängige Melodien und gute Geschichten zu verlieren. Schnell landet der Song „Diamond Skies“ im NDR Radio, erste Konzerte folgen und aus einem Nebenprojekt wird bald eine euphorische Vollzeitbeschäftigung.

Mit dem zweiten Album Preparing To Install… (2013) und der Single „Call My Name“ wächst die Fangemeinde weiter – ebenso wie die Lust, musikalisch neue Wege zu gehen.

Und dann wird es wirklich radikal:
Die beiden lösen ihre Haushalte auf, vermieten ihre Wohnung, verkaufen alles Überflüssige und gehen auf Weltreise.

22 Länder in 15 Monaten.

Aus dieser Zeit entstehen Songs auf einsamen Inseln bei den Kuna-Yala-Indianern vor Panama, bei Jam-Sessions mit Rastas in Kingston, beim Tango in Buenos Aires oder nach einem Meditationskurs in den Slums von Kolkata. Aufgenommen wird überall: in Hotelzimmern, Herbergen, improvisierten Gesangskabinen aus Matratzen und Bettdecken.

Das Ergebnis ist das „Weltreise-Album“ Maracuja In The Corn Viper Sunbeam (2015), dessen Titel übrigens ein Anagramm aus den ersten Silben aller bereisten Länder ist.

Parallel entstehen die beliebten „Live From The Couch“ Postcard-CDs, intime akustische Aufnahmen aus Wohnzimmern, Gästehäusern oder mitten im Dschungel – mit all den Geräuschen, die zu diesen Orten gehören.

Die ruhigeren Versionen kommen so gut an, dass daraus 2016 schließlich das Album Unplugged entsteht, aufgenommen mit Unterstützung von Cello, Marimba und Percussion und live präsentiert in Konzertsälen vor einem Publikum, das gerne auch mal die Augen schließt und einfach zuhört.

Auf weiteren Reisen entstehen neue Songs – und plötzlich auch auf Deutsch.
Das Album Keine Ahnung. erscheint 2017, die Single „Sowieso Froh“ landet mehrere Wochen in den Top 10 der Hörercharts bei Radio 88,8 in Berlin.

2019 folgt mit Wahahahnsinn das zweite deutsche Album, ein musikalischer Mix aus schwarzem Humor, Beobachtungen des Alltags und einer guten Portion NERVLING-typischem Wahnsinn.

Dann wird es einige Jahre ruhiger.

Das Leben verändert sich.
Familie wächst, Wohnorte verschieben sich, Prioritäten ordnen sich neu.

Aber: NERVLING gibt es noch.

Vielleicht nicht mehr ganz so rastlos wie früher, aber immer noch mit derselben Freude daran, Musik zu machen, Geschichten zu erzählen und Menschen einen Abend lang aus dem Alltag zu holen.

Und genau darum ging es ja eigentlich von Anfang an.